Schnarchen – Was hilft?

Männer ab 40 Jahre schnarchen zu 50 % - Frauen ab 60 Jahre – da haben wir die Männer dann eingeholt. Aber Kinder schnarchen auch. Schnarchen ist aber nicht nur lästig. Dahinter können auch ganz bedrohliche Ursachen stecken.

Warum schnarchen wir eigentlich?

Bei einem Erwachsenen ist dafür die Erschlaffung des Gaumensegels in der Regel verantwortlich. Ebenso weitere Bereiche wie z.B. das Einziehen der Schlundwand. Atmet der Schläfer mit geöffnetem Mund, ist der Kopf in Rücklage, dann gerät das Gaumensegel in Vibration. Dadurch wird der Atemweg enger und es ruft laut Töne hervor. Wenn die Zunge dann auch noch nach hinten fällt, verschließt sich alles und wir reden von einem vorübergehenden Atemstillstand. Dieser Atemstillstand heißt medizinisch Schlafapnoe. Im Gehirn wird dieser Atemaussetzer registriert und durch eine Weckreaktion beendet. Je länger die Atempausen sind, desto kritischer wird es, denn umso weniger Sauerstoff haben wir im Blut.

Durch die gestörte Schlafqualität ergibt sich eine verminderte Leistungsfähigkeit am Tag. Auch Sekundenschlaf, Konzentrationsschwäche und Bluthochdruck sind darauf zurückzuführen. Eine schwere Schlafapnoe führt zu Herz-Kreislauf-Beschwerden, Infarkten und Schlaganfällen. Um herauszufinden, um welche Form der Schlafstörung es sich handelt, führen wir hier in der Praxis eine ausgedehnte Schlafdiagnostik durch. Dazu gehört eine Endoskopie des Nasenrachens, des Schlundes und des Kehlkopfes im Wachzustand sowie eine Polygraphie (eine Untersuchung des Schlafes im häuslichen Milieu). Auf Grund dieser Untersuchungsergebnisse ist auch manchmal eine Propofol-Somno-Endoskopie indiziert.

Propofol ist ein Narkotikum, das durch den Tod von Michael Jackson in aller Munde ist. Unter anästhesiologischer Überwachung wird mit diesem Anästhetikum ein natürlicher Schlaf provoziert und Schlaf- und Schnarchsituationen künstlich herbeigeführt.

Mit dem flexiblen Endoskop können die jeweiligen Stellen in Nasen und Rachen ausgemacht werden. Veränderungen am Zungengrund, des Schlundes, des Zäpfchens und des Gaumensegels können gezielt operiert werden. Manchmal kommt nur eine Unterkiefervorschubschiene in Frage, manchmal ist auch nur eine CPAP-Maske der Goldstandard.

In Zusammenarbeit mit den Anästhesisten, verschiedenen Schlaflabors und Zahnärzten in der Praxisklinik Dornberg können wir Ihnen und Ihren Partnern wieder neue Lebensqualität anbieten.

Zurück

Einen Kommentar schreiben