Praxis für die Sinne

In unserer HNO-ärztlichen Praxis haben wir viel mit Riech- und Geschmacksproblemen zu tun. Hier hören wir häufig die Aussage von Patienten: Ich rieche und schmecke nichts mehr. Dazu muss man wissen, dass das Riechen über den 1. Hirnnerv (Nervus olfactorius), das Schmecken über den 7. Hirnnerv (Nervus facialis) geht.

Die Geschmacksknospen auf unserer Zunge informieren uns nur über die Eckpfeiler des Schmeckens süß, sauer, salzig, bitter und fettig. Über den Nasenrachen werden alle Aromen der Speisen wahrgenommen. Deswegen ist das „Riechen“ das eigentliche „Schmecken“ beim Essen.

Auch Sympathie und Antipathie sind vom Geruch des Gegenübers abhängig. Die Aussage „Ich kann dich nicht riechen“ kann man nahezu sprichwörtlich nehmen. Denn nur wer seinen Nächsten „gut riechen“ kann, findet ihn sympathisch.

Ein intakter Geruchssinn ist auch ein Alarm-Organ und kann uns z.B. bei Brandgeruch warnen.

Riechen kann man trainieren. Mit speziellen Duftstoffen kann man die Riechzellen anregen sich zu regenerieren. Durch verschiedene Erkrankungen können Geruchssinn und Geschmackssinn einzeln oder gemeinsam beeinträchtigt werden.

In unserer „Praxis der Sinne“ ist es unsere Aufgabe herauszufinden, um welche Störung es sich handelt.

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